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NAS 2026 im Vergleich: Synology vs. QNAP vs. Ugreen

Ein NAS ist das Herzstück fast jedes Homelabs. Es liefert zentralen Speicher für Backups, Fotos und Dokumente — und übernimmt gleichzeitig die Rolle des kleinen Servers, auf dem Docker-Container für Plex, Home Assistant, Pi-hole oder Nextcloud laufen. Die entscheidende Frage beim Kauf ist daher nicht nur die Zahl der Bays, sondern: Lässt sich auf dem Gerät überhaupt Docker ausführen? Denn genau dort trennt sich 2026 die Spreu vom Weizen. Dieser Vergleich zeigt, was die großen Drei — Synology, QNAP und Ugreen — in der Mittelklasse zu bieten haben.

Die Kandidaten

Synology tritt mit vier Geräten an. Das DS223 (279 €) ist ein günstiges 2-Bay-Einstiegsmodell mit ARM-CPU und 2 GB RAM — reicht für reines Datei- und Foto-Backup. Das DS224+ (369 €) bringt als Plus-Modell einen Intel Celeron und damit Docker-Support, bleibt aber bei 2 Bays und 6 GB RAM. Das DS423+ (540 €) erweitert auf 4 Bays und zwei NVMe-Cache-Slots, bleibt jedoch bei 1GbE und 6 GB RAM. Das Flaggschiff DS923+ (799 €) setzt auf einen AMD Ryzen mit ECC-RAM und ist bis 32 GB ausbaubar.

QNAP ist mit zwei Geräten vertreten: dem kompakten 2-Bay-Modell TS-262 (372 €) und dem 4-Bay-Allrounder TS-464 (699 €). Beide punkten mit Intel-QuickSync-Hardware-Transcoding und 2.5GbE ab Werk. Ugreen schickt mit dem DXP4800 Plus (539 €) den Newcomer ins Rennen, der auf dem Papier die stärkste Hardware mitbringt.

Preis-Leistungs-Tipp: Ugreen DXP4800 Plus

Wer 2026 das meiste für sein Geld will, kommt am Ugreen NASync DXP4800 Plus kaum vorbei. Für 539 € liefert das 4-Bay-Gerät einen Intel Pentium Gold 8505 (x86, 5 Kerne), der auf 64 GB DDR5 aufgerüstet werden kann — ein Wert, den in dieser Preisklasse niemand sonst erreicht. Dazu kommen 1x 10GbE plus 1x 2.5GbE direkt ab Werk, zwei M.2-NVMe-Slots (PCIe Gen4) und voller Docker- und VM-Support. Zum Vergleich: Ein Synology DS923+ kostet 260 € mehr und muss für 10GbE erst nachgerüstet werden. Der Preis dafür ist ein höherer Leerlauf-Verbrauch von rund 30 W und das noch junge Betriebssystem UGOS Pro, das bei Langzeit-Pflege und App-Ökosystem hinter Synology und QNAP zurückliegt.

Synology für Zuverlässigkeit

Wer Wert auf ein ausgereiftes System und langfristige Stabilität legt, ist bei Synology richtig. Das DS923+ ist mit ECC-Speicher ausgestattet, auf 32 GB erweiterbar und über den PCIe-Slot auf 10GbE nachrüstbar — die beste Wahl für ein ernsthaftes Homelab. Zwei NVMe-Slots lassen sich hier sogar als Storage-Pool statt nur als Cache nutzen. Der Haken: Die AMD-CPU hat keine integrierte GPU, Hardware-Transcoding für Plex & Co. entfällt also. Für Transcoding-Fans ist das QNAP TS-464 mit Intel QuickSync die bessere Wahl — es bietet 2.5GbE ab Werk und sehr guten Docker-Support über die Container Station, kostet aber mit 699 € deutlich mehr als der Ugreen.

Vergleichstabelle

ModellBaysCPURAM (max.)NetzwerkIdlePreisDocker
Synology DS2232ARM (RTD1619B)2 GB (fix)1x 1GbE~8 W279 €
Synology DS224+2Celeron J41256 GB2x 1GbE~11 W369 €
Synology DS423+4Celeron J41256 GB2x 1GbE~11 W540 €
Synology DS923+4Ryzen R160032 GB (ECC)2x 1GbE + PCIe~15 W799 €
QNAP TS-2622Celeron N45054 GB (fix)1x 2.5GbE + PCIe~16 W372 €
QNAP TS-4644Celeron N509516 GB2x 2.5GbE + PCIe~20 W699 €
Ugreen DXP4800 Plus4Pentium Gold 850564 GB1x 10GbE + 1x 2.5GbE~30 W539 €

Ein wichtiger Hinweis zum Docker-Support: Nicht jedes NAS kann Container ausführen. Das günstige Synology DS223 (und das nicht in der Tabelle geführte DS423) basieren auf ARM-CPUs ohne Docker-Unterstützung. Wer plant, Plex, Home Assistant oder andere Container zu hosten, sollte daher zu einem Plus-Modell von Synology, einem QNAP oder dem Ugreen greifen — und einen Blick auf die RAM-Ausstattung werfen, denn Docker lebt von ausreichend Speicher.

Fazit

Für reines Backup ohne Container reicht das sparsame DS223 mit 8 W. Wer ein kleines Homelab mit wenigen Containern startet, fährt mit dem DS224+ oder dem QNAP TS-262 gut. Die beste Hardware pro Euro liefert 2026 der Ugreen DXP4800 Plus: 10GbE, 64 GB RAM und starke x86-CPU für 539 € sind unschlagbar — wer mit dem jungen UGOS Pro leben kann, bekommt hier am meisten NAS fürs Geld. Für maximale Zuverlässigkeit, ECC-Speicher und ein ausgereiftes Ökosystem bleibt das Synology DS923+ die Referenz, auch wenn Transcoding-Fans zum QNAP TS-464 greifen sollten. Die Entscheidung hängt am Ende davon ab, ob dir pure Hardware oder ein erprobtes System wichtiger ist.

Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-/Partner-Links. Preise und Angaben entsprechen dem Stand September 2026 und können sich ändern. Alle Preise verstehen sich ohne Festplatten (Leergehäuse); die Idle-Werte sind typische Leerlauf-Näherungen inklusive HDDs im Ruhezustand. Weiterführende Hardware-Vergleiche findest du auf unserer Hardware-Vergleichsseite.